Waltraud Deiser

Wie alles begann …

Psychotherapie Praxis Waltraud Deiser

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Was bringt mich dazu, Menschen durch ihre Krisen zu begleiten?
Was veranlasst mich, ein Ausbildungsinstitut zu betreiben?
Was lässt mich immer weiter und weiter forschen?

 

Diese Fragen haben sich mir immer wieder einmal ins Bewusstsein gedrängt.

Mein beruflicher Lebensweg begann mit der therapeutischen Arbeit, die sich – unglaublicherweise – aus der Tätigkeit als Sportlehrerin heraus entwickelte. Über Schulsonderturnen zur Krankengymnastik – wie der Beruf damals hieß – von der Krankengymnastik zur Körperpsychotherapie, von da aus zur medizinischen Heilpraktikerin.

An diesem Punkt angelangt, begriff ich, dass der Energiefluss im Körper das Zünglein an der Waage darstellt, das über Krankheit und Gesundheit entscheidet.

Somit begann ich das Phänomen „Energie im Körper“ intensiv zu studieren. Klassische Massage, Bindegewebsmassage, Fußreflexzonen-Therapie, chinesische Energielehre, Akupunktur, Meridianmassage, Ohrakupunktur, Integrationsdynamik, zeigten mir unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten. Damals, vor nunmehr fast 40 Jahren, wurde mir zum ersten Mal bewusst:

„Es gibt verschiedene energetische Ebenen, und in jeder Ebene besteht eine andere Gesetzmäßigkeit“.

Auch, wenn ich meine „Entdeckung“ für bedeutsam hielt, war sie gleichzeitig auch ernüchternd, weil ich plötzlich einige Puzzleteile in der Hand hielt, ohne auch nur geahnt zu haben, dass es ein so gewaltiges „Ganzes“ gibt.

Homöopathie und Bachblüten, Körperpsychotherapie und Atem sollten mir die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche klarmachen. Dass es welche gab, war unumstritten. Wesentliches konnte ich dazu von den anerkannten Persönlichkeiten auf dem jeweiligen Gebiet lernen: Ihnen allen gebührt mein Dank und meine Achtung.

Nun schien mir, dass ich doch ein ganz beachtliches Handwerkszeug zur Verfügung hatte…

…nur konnte ich einfach nicht darüber hinwegsehen, dass es Lücken in der Erkenntnis der Zusammenhänge gab. Und je genauer ich hinsah, desto mehr bemerkte ich, dass es sich eher umgekehrt verhielt: Es gab nicht mehrere kleine Lücken, sondern eine einzige große Lücke der Unwissenheit und darin versprenkelt befanden sich einige Puzzleteile von Wissen.

„Wissen?“, fragte ich mich. Kann man denn überhaupt ein „winziges Teilchen“ wissen, wenn man das Ganze nicht kennt?

Ein wesentlicher Wendepunkt in meinem Leben sollte das Jahr 1980 werden. Schon 2 Jahre vorher hatte ich von Swami Muktananda gehört und auch eines seiner bedeutsamsten Bücher gelesen: „Spiel des Bewusstseins“. Vieles war mir darin unverständlich geblieben. Dennoch schätzte ich es sehr. Als dann 1980 ein Intensiv-Seminar angeboten wurde, das von Muktanandas Schülern/Swamis gehalten wurde, meldete ich mich an.

Und etwas Unglaubliches geschah. Im Rahmen einer Meditation spürte ich, wie Gnade auf mich „herunter regnete“. Ich wandte mein Gesicht nach oben, die Handflächen drehten sich von alleine himmelwärts, und ich fing die Gnade, die hernieder strömte, mit Gesicht und Händen auf.

Es war, wie eine völlig neue Dimension des Daseins – Segen, Segen, so viel Segen, der mich durchflutete, mein Herz öffnete, und mich mit Wonne erfüllte.

Von diesem Tag an begann meine wirkliche Entwicklung. Langsam, unmerklich, nur in der Rückschau bemerkbar.

Mitte der 80er Jahre stieß ich auf das Buch: „Die heilende Kraft der Elemente“ von Ralph Tegtmeier, in dem er eine Imaginationsarbeit beschrieb – die er Tattwa-Therapie nannte. Der Autor empfahl dem Leser, diese „Reisen“ im Sinne einer Selbsterfahrung alleine durchzuführen. Lange Zeit experimentierte ich mit der Technik – den Symbolen – erforschte die Erfahrungen.

Parallel dazu vertieften sich meine Kenntnisse des Kashmirischen Shaivismus, der Lehre vom Bewusstsein. Demnach ist das Bewusstsein in 36 Bewusstseinszustände gegliedert, die „Tattvas“ genannt werden, also genau jene Tattvas, die als Begriffe – ohne genaueren Hintergrund – in dem besagten Buch erwähnt wurden.

Im Laufe der Jahre, mit zunehmender Klarheit formte sich, die hinter den Tattvas stehende Wirklichkeit heraus, und es entstand ein überaus segensreiches Mittel, durch das Erkenntnis, Heilung und Ganzwerdung geschehen kann:

Die“ Tattva-Therapie auf dem Hintergrund des Kashmirischen Shaivismus“.

2007 prägte ich einen neuen Begriff, der diese lange Beschreibung – Tattva-Therapie auf dem Hintergrund des Kashmirischen Shaivismus – kurz und knapp benennen sollte: Tattva-Vidya, das Wissen über die Tattvas.

Den Höhepunkt der therapeutischen Arbeit stellt jedoch die „Arbeit mit dem Innersten Herzen“ dar. Seit vielen, vielen Jahren fließt dieses „Erforschungs-, Frage- und Antwortspiel“ – fast wie nebenbei – in meine Therapien ein.

Unvorstellbar, welcher Wandel dadurch im physischen Körper und im psychischen Apparat stattfinden kann, und wie der Weg zur höchsten Erkenntnis geebnet wird!

Ich danke all meinen „weltlichen“ Lehrern, ich danke dem Schicksal, das mich zur rechten Zeit, am rechten Ort, das Rechte finden ließ, und ich danke den Menschen, die mir begegneten und von denen ich lernte.

Mit tiefer Ehrerbietung und Liebe danke ich von ganzem Herzen meinen hochverehrten „spirituellen“ Lehrern, die mich weiter und weiter und weiter führen…

…die drei Fragen, die ich zu Anfang stellte… ich kann sie nicht beantworten, außer  …es lag auf meinem Weg, all dies zu tun!

Meine allerherzlichsten Grüße an Sie alle

Ihre Waltraud Deiser

 

Anhang:

Der Begriff Tattva-Vidya, als Ersatz für diese korrekte aber zu lange Bezeichnung “ Tattva-Therapie auf dem Hintergrund des Kashmirischen Shaivismus“ setzte sich nicht durch. Die Menschen, die mich umgaben und umgeben, sagen auch weiterhin „Tattva-Therapie“.
So wurde „Tattva-Vidya“ zu einer Sammlung yogischen Wissens mit dem Schwerpunkt Kashmir-Shaivismus – die ich erweitere, sobald mir Zeit dafür zur Verfügung steht.
Und die „Tattva-Therapie auf dem Hintergrund des Kashmirischen Shaivismus“ heißt heute offiziell – damit sie von anderen Inhalten unterschieden werden kann – „Tattva-Imaginations-TherapieWD „.

Tattva-Vidya – Yoga der Erkenntnis
HeilAkad – Lernen durch Erleben